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Freak out

Freak in, was soll ich tun, ich schreibe hier und lese dort,

bin auf der Suche nach dem richtigen Wort.

Ein Wortakrobat, der bin ich nicht,

dafür schreib ich über Dinge, die sind total verrückt.

Von Orgien, blutgetränkt mit Schizophrenen,

ganze Armeen werden wir niedermähen.

 

Zuschauer werde ich erwarten,

viele Hundertschaften werden mich begaffen.

Lieb dreinschauen die frivolen Blicke,

parfümierter Damen in wallenden Contuche,

die kokettierend mit Fächerwedel da stehen

und schon die Gurke in sich sehen.

 

Meine Augen blicken ganz verworren durch die Welt,

schauen der Apokalypse zu,

das immer schneller nach voyeuristischen Gaffern bellt.

 

Miss Peggy und ein rabenschwarze Mohr

wedelt süßes Gift in ihr weißes Ohr.

Ein gerupfter Coq au vin sitzt zusammen mit den Zweien

auf Meister Petzes Rücken

und wollen ihren Willen auf des Bären Fell drücken.

Dieser furzt verächtlich Gase.

Ganze Blasen stinkender Wolken,

 kriechen in deren unverschämten Nasen.

Denen platzt der Kragen: „hinweg, schnell der Bär der stinkt,

lasst uns fliehen ganz geschwind“.

 

So suchen die Peiniger neue Opfer,

Arabien ist beliebt für professionelle Zocker.

Demokratiebömbchen hier, Demokratieböbchen da,

heissa, es brennt nun ganz Nordafrika.

 

Doch blicken wir zurück nach Hause,

in unser geliebtes braves Land.

Leben auf der Straße, dort ist wahre Not.

Geld ist keines da, nicht mal für ein kleines Stückchen Brot.

Feen wollen trocknen die Tränen

der Gestrandeten mit ihren eitrigen Pocken.

 

Doch die abkassierten Wirtschaftspfründe,

die geschröpften Sahneberge,

grabschte bereits der nimmersatte Schaeublegrim,

einer dieser machtbesessenen Zwerge.

 

Wir dürfen nicht hoffen,

denn Milliarden verblasen von uns gewählte Leute

in Große Projekte mit großer Freude.

 

Politiker werfen gern anvertrautes Geld,

raus mit vollen Händen.

Das Ende wird sein vom ganzen Lied,

tapfere Soldaten werden für das Versagen der Politiker

 ihre Knochen zum Grabe tragen.

 

Ist das Knallen und das Morden dann zu Ende,

tauchen sie wieder auf, die windigen Hasardeure.

Im neuen Glanz lassen sie es krachen,

 die neuen, alten Mineure.

 

Applaus, Applaus die Manege ist eröffnet,

ein weiteres Spiel um den fetten Braten.

Mit Swaps, Futures und Derivaten,

kann man ganze Kontinente in die Lüfte blasen.

 

Scheissegal, wenn der Neger im schwarzen Afrika stirbt.

Hauptsache das Mammon, das floriert.

Bilder aus den armen Ländern, lassen sich gut verkaufen,

für gutmütige, mähende Lämmer, die großzügigen Spender.

 

Reinigen wir den Geist mit Alkohol,

oder trauen uns dem Pfaffen an,

der da Süßes redet und unter dem Rock sich einen wedelt?

Gierig Ausschau nach dem Knaben hält.

„Sag, ist das eine ehrliche Welt?“

 

Vom Aberglaube zum religiösen Glaube

ist es ein kleiner Schritt.

So als gäbe ein Marsmännchen vielen Menschen

einen betörenden Kick.

Berauscht von einem Fantasiegebilde,

lässt sich begründen im Namen eines Gottes,

Menschen durch Fleischwölfe zu drehen,

diese werden nie wieder gesehen.

 

Was bleibt ist zu suchen eine einsame Bar,

sich zu bemitleiden, um auf Jazzmusik

durch den Alkoholnebel zu reiten.

Jazz ist nicht tot!

Wie ich selbst, modert er mittlerweile

 durch Selbstmitleid ein wenig verträumt in die Weite dahin.

 

Schau rein in das Spiegelein,

versoffen bin ich doch recht klein und ganz allein.

Wenn der Pianospieler mit einem Pianissimo,

die letzte Taste zur Nachtruhe drückt,

 ich schon am Boden verzweifelt da lieg.

 

Wacht auf, Literaten aller Couleur vereinigt Euch,

zur Verteidigung jedes einzelnen noch freien Geistes.

Die Massenindustrie der Medien ist schon da

und spuckt viel Kotz und Gloria,

in dumme Schädel die nicht erkennen,

dass sie des Menschen Geist verbrennen.

 

Es kommt der Tag an dem zwölf Auserwählte,

in einem Torhaus all dies werden mit Spott und Hohn vortragen.

Doch der erlauchte Kreis der bezahlten Rezensioren erhebt Anklage.

Anklage im Namen des Kommerzes!

Anklage gegen die selbsthirnende, literarische Vereinigung!

 

Wackere Autoren, kühne Leser,

hebt Euch ab von dem allgegenwertigen Literaturdünnschiss,

 denn mit Biss, Humor, mit reinem Herzen

werden wir der eigenen Literatur barmherzen.

 

Mit Kitsch und Trasch

wird vertrieben der getürkte Medienflash.

 

Doch düster malen möchte ich nicht weiter,

es gibt einen, hellen Streifen an einem Ort.

Litera Freak e.V., so heißt dieser

amüsante, literarisch, sarkastischen Hort.

 

Gegen die Massenverblödung zu wettern,

fällt mit Conni und Ralf da nicht schwer.

 

So erheben wir das Glas voll des guten Eierlikörs,

einen Tusch lasst uns aussprechen:

„Mit Litera Freak gibt es noch viel

künstlerischen Hochgenuss zu entdecken“

 

Terry Kajuko