Wild Wild Ost

Goldrausch an der Elbe

Im ROED - Verlag, oder in meinem Shop

4. erweiterte Ausgabe mit einer zusätzlichen Story

 

ISBN 978-3-9807733-4-8

Im bayerischen Bierkeller

 Dann mussten wir schnell zurück, Mon Général hatte seinen 50. Geburtstag zu feiern und wollte diesen mit seinen Jüngern in Pattaya/Thailand ordentlich begießen. Vom Frankfurter Flughafen sollte es losgehen. Butta Blablagür und Luigi Kanone waren ebenfalls mit dabei. Zu Hause erzählte Butta Blablagür, dass wir in Moskau wichtige Termine hätten und er für die Innenausbauten vielleicht einen Auftrag abstauben könnte. Moskau nannte er deshalb, weil wir tatsächlich vorhatten, dorthin zu jetten und unsere Aktivitäten im Osten weiter auszubauen. Daher erzählte Butta Blablagür aufgeregt seiner Frau, wie er bald fette Rubel verdienen könne. Wir animierten ihn natürlich, bei dieser äußerst wichtigen Geschäftsreise dabei zu sein.  Die folgenden 14 Tage hatten wir keinen Kontakt mehr zu ihm. Kurz vor Abflug rief lediglich Luigi Kanone dessen Frau an, Butta selbst war im Moment nicht anwesend, und teilte ihr mit, dass es übermorgen losgehe, er solle seine langen Unterhosen packen. So packte seine Frau, da es Dezember war und kalt, tüchtig warme Klamotten ein und er erschien auch am Bahnhof mit einer dicken Russenmütze, Schal und warmem Mantel. In Moonboots aus Fell steckten seine Thermohosen. Da der schöne Markus die Tickets für Bangkok in unserem Namen gekauft hatte, hatten wir total vergessen, dem Butta Blablagür zu sagen, dass wir erst nach Thailand und irgendwann später im Frühjahr nach Moskau fliegen wollten. Der Einzige, welcher mit ihm in diesem Zeitraum Kontakt hatte, war, na klar, Luigi Kanone. Dieser wollte sich aber den Spaß nicht entgehen lassen, seinen Kumpel Blablagür in Bangkok in dessen Sibirien-Aufmachung zu fotografieren. So stand er ein wenig perplex herum und meckerte ganz ordentlich. Zurück wollte er aber auch wiederum nicht. Nein, Schweinchen wollte er für diese Woche schon sein. So richtig sauigeln.

Fabius meinte zu ihm: „Butta, wenn du mit deiner Plappergosch telefonierst, dann mimen wir im Hintergrund mit tiefer Stimme russisch, Nastrovie, da da, Novosibirsk, Wladiwostok, Wodka, Wodka, da da, oder so ähnlich, kapiert?“

Mon Général hatte die komplette First Class gebucht. Er wollte seine Ruhe haben und duldete keine weiteren Passagiere um sich, außer seiner persönlichen Assistentin.

Wir, Fabius, der schöne Markus, Luigi, Butta und ich, waren in der Business Class untergebracht.

Der Service in der Qantas 747 war absolut Spitze. Australische Weine oder Sekt, so viel man wollte. Porzellan- geschirr, große Beinfreiheit und Kinofilme, die für einige Tage gereicht hätten.

Einmal ging ich zur Economy Class rüber. Welten lagen dazwischen. Wie die Galeerensklaven waren die Leute da eingepfercht und mussten um Wasser betteln. Ich war bisher immer in der Schüttelklasse geflogen, aber mir war nie aufgefallen, wie dreckig es einem da ging. 

 Schnell begab ich mich wieder auf meinen Platz zurück. Hin und wieder kam aus der First-Class Mon Générals Assistentin, eine 28-jährige hübsche Kauffrau, die alle organisatorischen und finanziellen Dinge für Mon Général erledigte, um mit uns ein paar Takte zu sprechen. 

In Bangkok angekommen, machten wir uns über Butta Blablagür lustig, als er bei fast 40 Grad mit seinen Winterklamotten aus dem Flugzeug steigen musste.

Ein Empfangskomitee begrüßte uns mit einem großen Plakat: „Welcome Mon Général from Germany“. Dann ging es mit mehreren Autos nach Pattaya. Vorne und hinten je ein Polizeiauto mit Blaulicht, die uns eskortierten.

Das obligatorische Einchecken im Hotel ging schnell vonstatten, man brachte uns die Koffer aufs Zimmer und alle erfrischten sich ein wenig. Luigi Kanone gab seinem Kumpel Butta noch Shorts und ein weißes T-Shirt, das über seinem runden Bauch spannte, so dass er aussah wie ein Pizzabäcker. Wir wurden auf der Terrasse im Restaurant erwartet. Ein langer Tisch, schön eingedeckt. Das freundliche Personal führte uns zu den Stühlen, wir setzten uns, doch jeder zweite Platz blieb frei. Mon Générals Kumpels, die das alles arrangiert hatten, kamen auch. Der Schlacki, Messer-Karle, Smaragd-Joe und Paule, alles bekannte Zuhältergrößen in Deutschland. Von Hamburg bis München. Alle wollten Mon Générals Geburtstag feiern.

Kaum saßen wir auf unseren Allerwertesten, da kam auch schon ein ganzer Schwung exotischer Schönheiten und nahm auf den freien Stühlen Platz. Ein munteres Quatschen folgte während des Essens und spät des Abends nach einigen Thaiwhiskys machte sich jeder mit seiner Mieze aufs Zimmer. Den nächsten Tag verbrachten wir faulenzend am Strand, inklusive Thaimassage, bevor wir am Abend im bayrischen Bierkeller den Geburtstag von Mon Général gebührend feierten – bei bayrischer Bierzeltmusik mit Spanferkel, Kraut und Klößen. Es sah ganz lustig aus, die Thais in Bayerntracht und mit Kapelle, wie sie da spielten und probierten, etwas auf Bajuwarisch zu schmettern. „Flau Mayel, Flau Mayel hat lange Untelhosen an, mit gelben Maschen dlan ...“ Neckisch auch die Spielweise auf ihren Instrumenten, ein wenig schräg und krumm. Aber genau das hatte etwas, erfrischend dekadent. Nach ein paar Maß und einigen Stamperln war dann finito und ein Geschwader Tuk Tuks brachte uns ins Hotel.

Zu Mon Général hatte ich ein ganz gutes Verhältnis, das lag vor allem daran, dass er und mein Vater eines gemeinsam hatten: Beide waren Fallschirmjäger bei der französischen Fremdenlegion gewesen. So ließen wir bei einem Absacker an der Hotelbar die Legionsunternehmungen von Dien Bien Phu, die Algierkrise oder den Tschad hochleben.

Tags darauf wollte Fabius was organisieren. Er musste auch unbedingt ein Highlight setzen. Nicht nur Mon Général hier und Mon Général da, nein, er musste noch eins draufsetzen. Den halben Tag verschwand er mit dem schönen Markus, Messer-Karle und Smaragd-Joe und als sie zurückkamen, hatten sie einen Dreimaster gechartert. Am anderen Morgen sollte es losgehen. Neben den eigentlichen Gästen hatte sich noch eine Vielzahl von europäischen Schmarotzern und Mitessern eingefunden. Alles halb Zuhälter, halb Kriminelle, zum Teil die Handlanger der Großen. Einer dieser Handlanger, ein tätowiertes Großmaul, machte mich blöd von der Seite an, weil er mich nicht kannte und wohl dachte, ich sei irgendein neugieriger, lästiger Touri. Wurde aber sofort von Mon Général energisch zurückgepfiffen und unter vier Augen zurechtgewiesen. Seither war er brav wie ein Lämmlein. Brachte mir Nüsse und Getränke, wann immer ich es wünschte.

 Wir legten mit dem Dreimaster ab und meine Thai und ich schauten uns gleich nach einer Kajüte um. Von meiner Thai hatte ich nicht sonderlich viel, da sie relativ schnell seekrank wurde und ständig die Fische fütterte. Das Schiff war wirklich großartig, jedoch leider ohne Klimaanlage. Ein Kochteam brutzelte Leckereien und die Mädchen bedienten uns von hinten bis vorne. Die Bar war gut bestückt, zwei Thais drehten ununterbrochen Marihuana-Joints und verteilten sie fleißig. Butta Blablagür, Luigi Kanone und ich waren bald mächtig benebelt und spielten permanent Schach oder lagen an Deck auf Matratzen und weichen Kissen. Thaifrauen kamen und fragten nach unseren Wünschen. Ein Leben wie ein Pascha. Messer-Karle, ein gebürtiger Bayer mit dunkler Hautfarbe und tiefstem bayrischem Dialekt, filmte Pornos, die sich hier und da an Deck abspielten. Markus und Fabius schnupften eine Koksstraße nach der anderen, nur von Mon Général sah man nichts. Die anderen standen an der Bar umher oder droschen einen Skat. Als es dunkel wurde, ging ich unter Deck. Stickig und heiß war es da, mir wurde übel und ich hielt es keine fünf Minuten aus. Wieder hoch auf Deck, da war es angenehmer, weil eine leichte Brise ging.

Ich bemerkte, dass die Schiffscrew nervös umhersprang und aufgeregt redete. Auf einmal wurde es schlagartig dunkel. Es gab ein lautes Knallen, der Strom war ausgefallen. Die Schiffsmotoren schwiegen und wir trieben manövrierunfähig im Nirgendwo. Eine Thai kam mit einer Kerze bewaffnet zu mir und übersetzte im Flüsterton, dass die Besatzung panische Angst vor Piraten habe, die sich wohl hier in der Gegend herumtrieben. Erst vor drei Tagen hätten sie ein Containerschiff gekapert und die ganze Besatzung gelyncht.

Danke für diese beruhigende Information, dachte ich, was mich nicht davon abhielt, dies Luigi Kanone und Butta Blablagür mitzuteilen. Luigi fing auch gleich tapfer an, Butta irgendwelche Horrorstories von blutrünstigen Matrosenschlächtern zu erzählen. Und wie die die Passagiere quälten und vergewaltigten und den Haien zum Fraß vorwarfen. Butta war kreidebleich vor Angst und verlangte nach Whisky.

Über Funk hätte man Hilfe herbeiholen können, aber genau darauf warteten die Piraten. Deshalb wurde Funkstille angeordnet. Mit dem Handy hatte man keinen Empfang. Allein mit dem Beiboot, welches 

 einen Außenborder hatte, probierte die Crew, den Dreimaster auf Kurs zu 

halten. Als es hell wurde, brach der Kapitän das Schweigen und forderte Hilfe per Funk an. Schnell wurden sämtliche Drogen über Bord geworfen. Nach einer Stunde kam ein Schlepper mit bewaffneten Militärs und wir nahmen Fahrt auf in Richtung Hafen. Der ganze Spaß hatte uns mal wieder eine Unsumme gekostet.

Energisch wollten Fabius und sein Markus bei dem Charterbüro protestieren und Regress durchsetzen. Doch plötzlich verstand kein Mensch mehr Englisch und husch husch, weg waren alle. Pech gehabt. Beim abendlichen Mekong-Trinken ließen wir unsere Schiffsunternehmung Revue passieren, als Karle mit einer jungen Hübschen aus Düsseldorf ankam. Sie war mit ihrem Freund als Rucksacktouristin auf eigene Faust nach Thailand geflogen, um hier für vier Wochen das Land zu bereisen. Wie das nun mal so war, bekamen die beiden Verliebten tüchtig Krach miteinander und jeder ging schließlich seiner Wege. Zu ihrem Unglück kam hinzu, dass ihr ganzes Hab und Gut geklaut worden war. Mittellos, wie sie war, fischte der Karle das arme Ding am Strand auf und hörte sich ihr Leid an, klar half er ihr. Auf seine Art. Doch wie sah die Hilfe bei einem bekannten Zuhälter aus? Der Rückflug nach Frankfurt kostete um die 500 DM, da nur ein Linienflug möglich war. Karle zahlte das Ticket auch prompt und behielt es bei sich. Rückflug Ende der Woche mit der gleichen Maschine wie wir. Sein Samariterdienst hatte einen klitzekleinen Haken. Das vorgestreckte Geld musste sie brav abarbeiten.  Aus dem ehemals frustrierten und traurigen Mädchen erblühte ein explodierendes Wonneweib, wobei der Geschmack an der prostituierten Lust in ihr erwachte. In Deutschland erwog sie nun, als Hobbynutte ein wenig weiterzuarbeiten. Mit den hier anwesenden Zuhältergrößen hatte sie schon gesprochen und somit ausgezeichnete Kontakte.  Ihre neue Geschäftsidee erzählte sie uns beim gemeinschaftlichen Essen stolz.

Übernachten und essen konnte sie umsonst bei uns im Hotel. Das managte die Assistentin von Mon Géneral mit dem Hotelmanager.

Die paar Tage fegten dahin wie das Koks in den Nasen und am Ende der Woche flogen wir zusammen zurück nach Deutschland.

 Heutzutage betreibt die junge Dame ein recht bekanntes und gutgehendes Domina-Haus in Dortmund. Wohlgemerkt als strenge Chefin!

 Butta Blablagür hatte tüchtigen Stress mit seiner Frau bekommen. Am Telefon wollte er ihr mitteilen, dass er gut in Moskau gelandet sei. Leider wusste er nicht, dass die Gespräche über einen sogenannten Operator geregelt wurden. Man teilte dem Operator die Telefonnummer mit und dieser stellte dann einen Kontakt her. Allerdings waren die Operatoren meist Damen und die klangen alles andere als russisch. Er konnte froh sein, dass seine Frau genauso viel Englisch konnte wie er selber. Nämlich keines. So musste Blablagür lediglich erklären, was das für eine Dame mit piepsigem Stimmlein am Apparat war. Abgesehen davon war er in den paar Tagen für russische Verhältnisse erstaunlich schnell braun geworden. Ab Frankfurt ging dann jeder seiner Wege....

(Foto: eine Szene von 'Wild Wild Ost' im Hoppes Hoftheater Dresden mit der Schauspielerin Elke Zeh)

 

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Der Wendezeitroman 'Wild Wild Ost' mit einigen Rezi zum stöbern.

Zu Wild Wild Ost

Ebenso authentisch, wenn auch von einem Westdeutschen und schon deshalb sprachlich etwas krachender, kommt die Glücksritter-Klammotte "Wild, wild Ost" von Terry Kajuko daher. Dem erzählenden Gartenbau-Unternehmer geht es 1990 wie der ganzen alten Bundesrepublik: Die fetten Jahre sind vorbei, Aufträge knapp und sein schwäbisches Leben öde. Im Dresden erlebt er seinen privaten Aufschwung Ost aus Korruption und Größenwahn – zum Glück mit Happy End: Dem Absturz des Schwaben.

STERN 20.Oktober 2012

 

»... seine Story ist so erheiternd, dass das Buch tatsächlich das Zeug hat,

Kultstatus zu erlangen.«              Oliver v. Schaewen Stuttgarter Zeitung

„…Hätte Egon Krenz geschafft, seine "Wende" tatsächlich umzusetzen, er hätte das, was da von Kap Arkona bis Weimar vor sich ging, fröhlich als NÖP bezeichnen können, als Neue Ökonomische Politik, frei nach Lenin und dem, was den Hintergrund für die rasanten Geschichten von Ilf und Petrow abgab. Kajukos Gestalten sind genau solche Typen, wie sie bei den beiden Russen dem einen, geldgepolsterten Stuhl hinterherjagen…Kajukos Geschichte hat sichtlich das Zeug zu einer rasanten Verfilmung. Wenn sich einer der deutschen Regisseure traut, denn mit melancholischen Seelenzerknirschungen kann er in keiner der flotten Szenen arbeiten. Das Buch lebt von Nicht-Besinnen, von Atemlosigkeit und immer mehr Sex und Drogen und PS und beschreibt damit ziemlich genau das gedankenloseste Jahrzehnt in der jüngeren deutschen Geschichte.“

Leipziger Internet Zeitung

 

„…Der Erzähler moralisiert nicht, sondern berichtet von einer Goldgräbergeschichte aus dem deutschen Osten – also von Verhältnissen, die zwar vergangen sind, sich aber in die nationale Psyche eingeprägt haben…“ Züricher Zeitung

„Alleine die Idee ist eine Auszeichnung wert: Terry Kajuko wirft die Symbolik des Wilden Westens, vermischt mit dem Totenkopf der Piraten, über den Aufbau Ost. Der Wilde Westen, das bedeutet: Goldrausch, harte Sitten, Kampf ums Überleben, Gesetzlosigkeit, Raffgier…an manchen Stellen, wenn die verheirateten Männer ihre Angetrauten vernachlässigen und betrügen, wenn der Alkohol fließt und das Koks über Straßen fegt, dann wird man an diese merkwürdige, gedankenlose und primitive Erzählstruktur von American Psycho erinnert. Wohl auch deswegen, weil viel zu wenige Autoren so wie Bret Easton Ellis oder Terry Kajuko den Mut aufbringen, die Oberflächlichkeit des modernen Kapitalisten zum Thema zu machen und dahinter nicht mehr als ein großes, sinnloses Nichts zu entdecken…“ Literaturkritiker Christoph Mann

„Ist das wahr? Ist das erfunden? Wenn es nicht wahr wäre, müsste man es erfinden, so verrückt sind die Geschichten des Schwabener Gartenbauers Terry Kajuko, die er nach der Wende in Dresden erlebt hat.“ André Hille, Textmanufaktur

„Und ist es auch nicht wahr, so ist es doch wenigstens gut erfunden“, weiß ein irisches Sprichwort – und das ist mir immer wieder eingefallen, als ich „Wild Wild Ost“ gelesen habe. Was mag an dieser Geschichte erfunden sein – oder vielleicht besser: Was ist an ihr nicht erfunden? Wenn „Wild Wild Ost“ seine Bezeichnung als Roman wirklich verdient, dann lässt das nur den Schluss zu, dass Kajuko einfach ein sehr einfallsreicher Erzähler ist – denn so, genauso muss es damals gewesen sein, als die Wessi-Pioniere sich auf den großen Treck Richtung Osten begaben, um dort Neuland zu erschließen…“ Literaturkritik Gemeinwesen

 

Und aber auch „Das gesamte Buch ist eine Anhäufung von Trink- und Essgelagen. Frauen sind in diesem Buch nur ein Objekt der männlichen Gelüste und dumm.“ Rezi Bokmask

"Kajukos Geschichte hat sichtlich das Zeug zu einer rasanten Verfilmung. Wenn sich einer der deutschen Regisseure traut, denn mit melancholischen Seelenzerknirschungen kann er in keiner der flotten Szenen arbeiten. Das Buch lebt von Nicht-Besinnen, von Atemlosigkeit und immer mehr Sex und Drogen und PS. Und beschreibt damit ziemlich genau das gedankenlosteste Jahrzehnt in der jüngeren deutschen Geschichte." (Ralf Julke, L-IZ, 29.10.2007)

Terry Kajuko versteht es in einer einfachen und gewitzten Sprache den Aufstieg der beiden Glücksritter dem Leser nahe zu bringen. Dabei beschönt er weder den Betrug noch verurteilt er die Naivität der Ostdeutschen, die es dennoch verstehen, ihr Schäfchen ins Trockene zu bringen. Die Verlierer sind hier nämlich die Westdeutschen. (...) Dieser unterhaltsame Roman blickt zurück in eine Zeit, in der alles möglich war - Positives als auch Negatives." (Nadja Naumann, Sonntagsnachrichten, 25.11.2007)

"Knapp 20 Jahre nach dem Fall der Mauer erzählt Terry Kajuko in seinem Erstlingswerk Wild Wild Ost, eine wahre Geschichte von Gier und Größenwahn, von Höhenflug und tiefen Fall in einer spröden, ehrlichen Sprache. Das Buch, für den Autor ein Stück Zeitgeschichte, schildert die Wendezeit einmal nicht aus ostdeutscher Perspektive, sondern aus der Sicht eines Wessis." (Harz Kurier / Echo zum Sonntag, 30.12.2007)

Achtung: Die Ausgabe im pleitegegangenen Plöttner-Verlag ist nur die Schmalspurversion!